An Stress leidet heutzutage gefühlt fast jeder und viele Kleinigkeiten und Aufgaben türmen sich im Alltag zu einem unüberwindbar scheinenden Berg aus Verpflichtungen:

  • Man ist von der unplanmäßigen Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel mehr als genervt.
  • Das Verkehrchaos auf den Straßen, wird auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause zum Nervenkrieg.
  • Hektisch beginnt man am Tag vor der Abgabefrist, nach fehlenden Unterlagen für die Steuererklärung zu suchen.
  • Nach Feierabend wird nicht ausgeruht, sondern in Zeiten des Home-Office werden oft noch dringende Emails von der Arbeitsstelle bearbeitet.

Kommt Dir das bekannt vor? Das sind nur einige Beispiele die zeigen: Auslöser für Stress gibt es unendlich viele, denn all diese Stressfaktoren sind mit limitierenden Gedanken verknüpft, wie z.B. „Ich habe viel zu wenig Zeit!“ Die Folge ist ein unbehagliches Gefühl von stetig wachsender Überforderung.

Doch wie entkommst Du dem Zeitdruck und der Belastung durch Stress? Vor allem, wenn Du allem gerecht werden willst und Dir zu wenig Zeit bleibt, um alles zu erledigen? Wie das bei mir funktioniert, zeige ich Dir anhand einem Beispiel mit THE WORK.

Hektik = Gut Ding will Eile haben.

~ Walter Ludin ~

Ich habe viel zu wenig Zeit!

Wie jedes Jahr im Frühling explodiert unser Garten – alles blüht in bunten, leuchtenden Farben. Doch was hübsch anzuschauen ist, erfordert Pflege und so erinnert mich der Anblick daran, dass alles zurecht gestutzt und gejätet werden will. Zeitgleich wollen neue Klienten zurückgerufen, Aufträge erledigt und der neue Blog fertiggestellt werden. UND wir wollen in zwei Tagen einen Kurzurlaub machen.

Am Abend sitze ich dann um 22 Uhr noch immer im Büro am Schreibtisch und spürte das Unbehagen, allem irgendwie nicht gerecht werden zu können. Vor allen Dingen nicht meinen Ansprüchen an mich selbst. Ich habe einfach Lust auf einen schönen Garten, zufriedene Klienten, einen modernen Blog und ein bischen Urlaub. Das muss doch zu schaffen sein? Langsam tauchen Zweifel auf. Der Gedanke „Ich habe viel zu wenig Zeit!“ lässt sich nicht verscheuchen und breitet sich, mit deutlich schlechter Laune, in meinem Kopf aus.

ÜBUNG

Kennst Du das Gefühl, den Dingen die zu tun sind, immer hinterher zu hecheln und für alles zu wenig Zeit und Muse zu haben? Wunderbar, dann kommt diese Übung genau richtig!

THE WORK zeigt Dir anhand von 4 Fragen, wie Du Dich mit der Untersuchung Deiner Gedanken aus der „Zeitfalle“ befreist:

Überlege Dir eine Situation aus Deinem Leben, wo Du gestresst oder in Hektik warst und geglaubt hast, zu wenig Zeit für etwas zu haben.

Finde einen stressigen Gedanken dazu und dann beantworte die 4 Fragen der WORK – die Anleitung findest Du hier

THE WORK Beispiel: Raus aus der Zeitfalle

Als Ausgangssituation für meine WORK nehme ich den Moment, als um 22 Uhr am Schreibtisch das Gefühl auftaucht, dass mir die Zeit davon läuft.

Frage 1

„Ich habe viel zu wenig Zeit!“ – Ist das wahr? In dem Moment, am Schreibtisch: Ja!

Frage 2

Kann ich mit absoluter 100%iger Sicherheit wissen, dass ich viel zu wenig Zeit habe? Nein – 100% wissen kann ich das nicht.

Frage 3

Wie reagiere ich, was passiert, wenn ich diesen Gedanken glaube? „Ich habe viel zu wenig Zeit!“ Alles in mir ist dunkel und fühlt sich eng an. Mein ganzer Körper verspannt sich und ich fühle mich total gestresst, weil die ganzen To-Do-Gedanken hektisch durch meinen Kopf jagen. Der Druck des „Müssens“ legt die Lust des „Wollens“ lahm und erzeugt ein Gefühl der Frustration. Antriebslosigkeit verdrängt meine Lebensfreude und vor lauter Stress finde ich keine Lösungen für all die To-Do´s – dazu fehlt mir ebenfalls die Zeit. Mein selbstgebasteltes Hamsterrad lässt grüssen.

Frage 4

Und wer oder was wäre ich (in dem Moment) OHNE den Gedanken? „Ich habe viel zu wenig Zeit!“ Ich nehme einen tiefen Atemzug und lausche in mich hinein. Ganz ohne den Gedanken bin ich entspannt, erledige einfach meine Arbeit und bin ich in der Lage zu sehen, dass das Leben es gut mit mir meint und ich so schöne Dinge tun darf. Das fühlt sich leicht und frei an. Ohne den Gedanken fliegen mir neue Ideen zu, wie ich all das meistern kann. Dann spüre ich, was wirklich wichtig ist für mich und mein Leben und welchen Prioritäten ich Vorrang geben möchte – darauf kann ich nun gezielt meinen Fokus lenken. Das fühlt sich kraftvoll und voller Tatendrang an!

Die Umkehrungen

Die Umkehrungen der WORK bringen es klar auf den Punkt:
So wird z.B. aus „Ich habe viel zu wenig Zeit!“ / „Ich habe alle Zeit der Welt!“

Die Umkehrung ins äußerste Gegenteil fühlt sich wahr für mich an und ich finde drei konkrete Beispiele für „Ich habe alle Zeit der Welt!“

Beispiel 1

Niemand (außer mir selbst) verlangt, dass ich alles VOR dem Urlaub erledigt bekomme. Ich kann mir also selbst einteilen, wann ich was erledige. Selbst wenn es jemand anders haben möchte, hätte ich die Möglichkeit klar zu stellen, dass es erst hinterher erledigt werden kann.

Beispiel 2

Unser Garten sieht auch schön aus, wenn er ein bischen verwildert ist. Der wuchernde Giersch ist im täglichen Smoothie sogar megagesund.

Beispiel 3

Die Programmierung des Blogs läuft nicht davon und sie gelingt mir NACH dem Urlaub sicher viel entspannter. (So war es dann übrigens auch.)

„Zu wenig“ Zeit gibt es gar nicht

Genug Zeit steht Dir zur Verfügung, wenn Du alles nach Prioritäten sortierst und zurückkehrst zu dem Lustprinzip „Wollen“, statt Dich von der Spaßbremse „Sollen“ bevormunden zu lassen. Dann bist Du motiviert, bekommst wieder Zugriff auf Deine Ressourcen und kannst für alles gute Lösungen finden.

Fazit meiner WORK: Die „Gedankenmaschine“ an die Leine zu nehmen, spart jede Menge Zeit für die schönen Dinge des Lebens! 

Wenn Du Fragen hast zu THE WORK, kannst Du gerne Kontakt zu mir aufnehmen – ich informiere Dich gerne!

Bildquelle Pete Linforth auf Pixabay

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