Was bedeutet es für unser Leben, wenn wir all die 60.000 Gedanken und Überzeugungen glauben, die uns den lieben langen Tag durch den Kopf gehen?

Was genau passiert, wenn ich zum Beispiel glaube, etwas sollte anders sein, als es im Moment gerade ist? Welche Auswirkungen hat es, wenn ich mich in diesem Augenblick innerlich auflehne, weil ich fest davon überzeugt bin, etwas sollte anders laufen?

Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.
~ Buddha ~

Es sollte anders sein!

Jedes Gefühl, sei es Ärger, Verzweiflung oder Kummer, hat seinen Ursprung in unseren Gedanken. In dem, was wir über uns und das Leben glauben. Gedanken und Überzeugungen, dass etwas anders sein sollte, als es ist, sind die Ursache unserer unerwünschten Gefühle. Diese stressigen Glaubenssätze verhindern, dass wir die unangenehmen Gefühle loslassen können.

Doch wie gelingt es uns, aus diesem Gedankenkarussell auszusteigen? Mit THE WORK geht das einfach: nach der Überprüfung mit den 4 Fragen von THE WORK lassen die stressigen Gedanken uns los und wir können wieder frei atmen. Das Leben ist wieder schön!

ÜBUNG

Bist du auch manchmal darüber verärgert, verletzt oder unzufrieden, weil etwas anders läuft als geplant? Oder jemand verhält sich anders, als du es erwartet hast und es stört dich? Prima – dann kommt diese Übung wie gerufen!

THE WORK zeigt dir sehr präzise, an welchem Punkt du dir mit deinen stressigen Gedanken selbst im Weg stehst:

Überlege dir eine Situation aus deinem Leben, wo du fest davon überzeugt warst, etwas oder jemand sollte anders sein.

Dann beantworte die 4 Fragen der WORK – die Anleitung findest Du hier.

THE WORK Beispiel: Der Klient der nicht kam.

Meine Ausgangssituation liegt ein paar Wochen zurück, als ein Klient nicht zum Termin erscheint und auch nicht absagt. Er kommt einfach nicht und das gab es in all meinen Jahren als Coach noch nie. Nachdem ich eine halbe Stunde in der Praxis warte und ihn telefonisch nicht erreichen kann, spüre ich, dass Ärger in mir aufsteigt. Ich bin überzeugt: er sollte absagen, sich melden, sich anders verhalten und komme zu dem Schluß, so will ich die Situation nicht haben. Es sollte anders sein!

1.) „Es sollte anders sein!“ Ist das wahr?
In dem Moment bin ich davon überzeugt: Ja!

2.) Kann ich mit absoluter 100%iger Sicherheit wissen, dass es anders sein sollte?
100%ig sicher bin ich mir nicht, also Nein.

3.) Wie reagiere ich, was passiert, wenn ich diesen Gedanken glaube? „Es sollte anders sein!“
Ich hadere mit der Situation und Unzufriedenheit mit dem Klient breitet sich aus. In Gedanken mache ich ihn nieder und dass er nicht rechtzeitig absagt, kann und will ich so nicht annehmen. Ich fühle mich von ihm ausgenutzt, nicht wertgeschätzt und mache in der Situation mein Wohlbefinden von seinem Verhalten abhängig. Da ich unfähig bin loszulassen, klebe ich an meiner Geschichte fest. Auch von mir selbst bin ich enttäuscht, denn es gelingt mir als Coach in dem Moment nicht, einfach drüber zu stehen. Schließlich muss ich wissen, wie es geht. Meine Stimmung ist getrübt, da ich mich nicht auf eine andere Tätigkeit konzentrieren kann und ich reagiere frustriert.

4.) Und wer oder was wäre ich OHNE den Gedanken? „Es sollte anders sein!“
Ich gönne mir einen tiefen Atemzug, spüre in mich hinein und werde ruhig. Wenn der Gedanke in der Situation – mal für einen Augenblick – nicht auftauchen könnte, wäre es einfach. Ohne den Gedanken würde ich mir keinen Kopf machen, sondern ich wäre in der Lage es einfach anzunehmen, wie es im Moment eben ist. Ich brauche innerlich nicht streiten – nicht mit dem Klient und nicht mit mir. Ich kann gelassen bleiben, da ich die Situation besser einschätzen und schneller eine brauchbare Lösung für mich finden kann. Das fühlt sich frei an und mir fällt ein, dass ich die freie Zeit genießen und mir etwas Schönes gönnen darf: mit einer Freundin telefonieren, eine Meditation machen oder im Garten sitzen und lesen.

Die Umkehrungen

Die Umkehrungen machen es zusätzlich noch klarer:
So wird z.B. aus „Es sollte anders sein!“ / „Es sollte nicht anders sein!“

Ich finde drei echte, konkrete Beispiele dafür, dass die Umkehrung ins Gegenteil auch wahr für mich ist:

  • Ich kann tatsächlich etwas Positives an der Situation finden. Sie ist ein perfektes Übungsfeld dafür, meinen Selbstwert nicht von den Handlungen des Klienten abhängig zu machen.
  • Es sollte nicht anders sein, damit ich erkenne, wie ich mich selbst sabotiere. Ich bereite mir selbst Unbehagen, indem ich die Situation nicht akzeptiere und sie anders haben will. Das zehrt an meinen Kräften und kostet mich unnötig Energie.
  • Richtig – es sollte nicht anders sein, damit ich mich in Geduld üben und lernen kann, mit den Gegebenheiten im Alltag noch gelassener umzugehen.

Mögliche weitere Umkehrungen:

  • Zu mir selbst: „Ich sollte anders sein!“
  • Ins äußerste Gegenteil: „Es sollte genau so sein!“

Ein Grund warum ich THE WORK so liebe:

Je weiter ich meinen Blickwinkel durch THE WORK ausdehne, desto mehr stelle ich fest, wie viele Vorteile ich habe, dass die Situation genau so ist, wie sie ist – ich fühle mich wieder versöhnt mit mir, mit dem Klient und meinem Leben.

Fazit:  Wer sich mit der Realität anlegt, zieht eindeutig den Kürzeren.

Wenn Du Fragen hast zu THE WORK, kannst Du gerne Kontakt zu mir aufnehmen – ich informiere Dich gerne!

Bildquelle: Gino Crescoli auf Pixabay

Hat dir der Beitrag gefallen? Dann teile den Beitrag mit deinem Netzwerk.